Skip to content

Rogue One A Star Wars Story

Gestern Abend war ich Kino und hab mir Rogue One angesehen....

Tja was soll ich sagen. Die Erwartungshaltung war eigentlich NULL. Schon aufgrund meiner negativen Erfahrung letztes Jahr mit  dem doch ziemlich schwachen "The Force awakens".

Umso zufriedener kam ich aus dem Kino, als jemand der die alte Trilogie eigentlich Wort für Wort her beten kannn und "Empire Strikes Back" für einen der besten Popcorn Filme aller Zeiteh hält, war ich doch extrem positiv überrascht von Rogue One.

Wer Empire Strikes Back der Düsternis wegen liebt.... wird auch Rogue One zu schätzen wissen.smile

Der Film hat zwar Schwächen, wie einen extrem schwachen Score.... selbst ein lustloser John Williams hätte das besser hin bekommen.

ie Charakterzeichnungen sind jetzt auch nicht überragend. Trotzdem macht der Film vieles richtig.

Rogue One ist der Blackhawk Down unter den Star Wars Filmen, er ist actiongeladen, befreit von jeglichem Skywalker Ballast und nimmt den Zuschauer mit auf eine abgeschlossene Reise durch das Star Wars universum.

Für mich ist Rogue One trotz extrem schwachem Soundtrack der beste Star Wars seit "Return of the Jedi". Nicht mehr und nicht weniger.

Diesen düsteren Charakter hatte ich mir eigentlich von den Star Wars Episode I bis III erhofft, die George Lucas seinerzeit leider episch in den Sand gesetzt hat. sad Rogue One ist mehr als nur ein Appetithappen bis zum regulären nächsten Star Wars. smile

"Die Männer der Emden"

Man überwindet sich einmal..... um eine Deutsche Fernsehproduktion zu konsumieren.... mit prinzipiell ja auch interessantem Stoff.... die Geschichte um die SMS Emden hätte ja auch wirklich viel hergegeben.

Was machen unsere TV Spacken draus.... einen total belanglosen unglaubwürdigen Film.  :-| 

Eine bemühte Antiheldengeschichte mit versucht gewolltem Emanzipationsanstrich und einer lustlosen Schauspielerriege. Sehr enttäuschend, insbesondere wenn  ich den Film so revue passieren lasse.... am Geld hat es bei dieser Produktion offensichtlich nicht gemangelt.

Aber an einem vernünftigen Drehbuch und glaubwürdigen  Darstellern, teilweise kommt man sich vor als hätte man die Straßen von Mannheim und Berlin, was Auftreten und Verhalten in den Pazifik und 100 Jahre zurück gebeamt. Der historische Bezug verkommt völig zur Staffage. Man hätte das ganze auch als Rosamunde Pilcher mit Ghetto Rappern im Ersten Weltkrieg verkaufen können, es hat nur der Auftritt von Sido im Frauenkleid gefehlt und das hätte nichts mehr kaputt gemacht.

Eigentlich hab ich bis zum gestrigen Abend.... gedacht... eine schlimmere Kriegsschmonzette als Michael Bay's "Pearl Harbor" Desaster wäre nicht möglich, aber die Macher dieser Deutschen Produktion haben es geschafft mich eines besseren zu belehren.

Manchmal hab ich den Eindruck  so manches deutsche Produktionsteam, sollte mindestens 20 mal am Stück "Das Boot" kucken lassen um zu sehen wie es geht! Es geht nämlich wirklich!

Wieso bringen es Deutsche Filmemacher nicht fertig aus einem potentiell wirklich interessanten Stoff, etwas anderes als eine schmalzige Katastrophe zu drehen? normal

Hauptsache die Deutsche Filmförderung ist glücklich.

DVD Tipp: "Drecksau"

Gestern hatte ich das seltene Vergnügen, mal wieder einen richtig guten Britischen Film sehen zu dürfen, die Irvin Welsh (Trainspotting) Verfilmung von "Filth" ist unglaublich gut!  Ähnlich Wie Trainspotting ein Schlag ins Gesicht des Zuschauers. 

James Mc Avoy's Darstellung des korrupten, drogensüchtigen und bipolaren Schottenbulle ist einfach grandios. Der Junge war wohl nie besser, oder mindestens seit dem Kracher "Der letzte König von Schottland" nicht mehr so gut.

Den Film sollte man unbedingt in Originalsprache ankucken, die Feinheiten des schottischen Dialekts und seiner humoristischen Eigenheiten kann keine Synchronisation ins Deutsche retten.

Der Westloathian Dialekt ist zwar hartes Brot, aber man wird unglaublich belohnt,  teilweise bin ich fast auf dem Boden gelegen vor lachen. Eine einfache Komödie ist der Streifen aber nicht, ganz im Gegenteil die Figur des Bruce Robertson wandelt sich im Film stark und die schwarze Komödie zum surrealen Persönlichkeitsdrama.

Der Film selber ist unglaublich kraftvoll und mit das grenzwertigste was ich mindestens seit Football Factory, oder Danny Boyle's Trainspotting  an britischem Kino gesehen habe.  Mit Trainspotting hat der Film das abgefuckte gemein, mit Football Factory das gewalttätige und der Blick in die britische bzw. schottische Seele. Die ganze Zeit hatte ich den Eindruck, so, wenn auch etwas überzeichnet,  hab ich die Schotten kennen gelernt.

Ganz großes Tennis, britisches Kino das in Erinnerung bleiben wird. 

Ja, ich bin begeistert!!! 

Kinotip: "The Wolf of Wall Street"

The Wolf of Wall Street,  der neue Film vom Großmeisterregisseur Martin Scorsese ist schlicht überwältigend! Scorsese gelingt in dem Film etwas mit dem ich nie und nimmer gerechnet hätte. Der Meister erfindet sich komplett neu!

Ohne übertreiben zu wollen, Scorsese's neuestes Werk ist sein bestes Werk seit Good Fellas.  Der Film hat keinerlei Längen, trotz Drei Stunden Laufzeit, geht der Film vorbei wie im Flug, Langeweile kommt zu keiner Minute auf.

Scorsese gelingt etwas total außergewöhnliches, der Mann schafft es das Tempo der Erzählung hoch zu halten, die Charakter auch zu zeichnen und nicht schablonenhaft zu gestalten, aber auch oberflächlich wirken zu lassen. Die Quadratur des Kreises in der Erzählkunst.

Der Streifen  ist obszön, seine Charaktere krank, nihilistisch, erschütternd oberflächlich, in Ihrer Gier und Ihrem Zynismus  auch extrem menschlich. Scorsese gelingt der Spagat zwischen Komödie und durchaus gehobenem Sittengemälde. Man lebt mit den korrupten Charakteren mit und empfindet Sympathie für sie trotz ihrer Handlungen, weil man im Zweifel wahrscheinlich selbst so agiert hätte.

Scorsese wendet sich diesmal echten Gangstern zu, die ohne Sitte und Moral jenseits der Mafia mit jedem Mittel das ihnen der Aktienmarkt bietet versuchen zu  Geld kommen und keinerlei Rücksicht nehmen, nicht mal auf den Todesfall innerhalb der Familie um die Gelder einzufahren.

Der Film wirkt richtig frisch, wie seinerzeit Good Fellas, das Werk übertrifft die hochgelobten Departed und Casino um Längen, obwohl Casino und Departed objektiv vielleicht die besseren Filme , mit der besseren Besetzung waren. Aber diese Frische die Wolf of Wall Street mitbringt hatten diese Werke nicht.

Gegen Wolf of Wall Street, wirkt Oliver Stone's Wall Street mit Michael Douglas als Gordon Gekko wie eine schöne Gute Nacht Geschichte für kleine Kinder.

Scorsese ist auch so konsequent dem Film keinen moralisierenden Stempel aufzudrücken, sondern seine Geschichte bis zum Ende konsequent zu Ende zu erzählen. Man darf annehmen das sich Scorsese auch nicht unbedingt mehr Freunde gemacht hat. 

Am Ende des Films hab ich nur gedacht;  "Scheisse ich hätte Aktienbroker werden sollen." wink

The Wolf of Wall Street ist ganz großes Tennis, wenn dieser Film bei den Oscarverleihungen leer ausgeht hat die Academy absolut keinen Plan. In dem Film habe ich keinerlei Schwachpunkte gefunden, das Haar in der Suppe zu finden ist fast unmöglich.

DVD Tip: "The Company you keep"

Robert Redfords neue Regiearbeit ist eine wohltuend ruhige Inszenierung eines Thrillers, wie man es in unseren Kinos leider viel zu selten sieht. Über die Story will ich nicht all zu viel verraten. Nur so viel sei gesagt, die Identität ehemaliger Weathermen, eines radikalen Arms der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung aus Zeiten des Vietnamkrieges und der einhergehenden Studentenunruhen wird aufgedeckt und der Sensationspresse in Form eines karrierefixierten hungrigen Jungjournalisten zum Fraß vorgeworfen.

Der Film, erscheint einem wie ein Vertreter aus einer anderen Zeit, als Kino noch durchaus das Selbstverständnis hatte gute Geschichten zu erzählen, Redford macht auch vieles richtig,  Inszenierung, ohne hektische Schnitte, Dialoge die durchaus verlangen das man zuhört und auch das Mimenspiel der Schauspieler verfolgt. Das ganze ist kein Fastfoodkino, für den Filmfreund eher ein großes Steak mit grandioser Beilage.

Der erste Akt ist richtig stark, auch der zweite Akt glänzt durch überzeugende Darstellungen. Es ist sowieso ein Wunder was Grandseigneur Redford für eine unglaubliche Anzahl an Schauspielern auffahren konnte. Der junge Shia LeBouf,  sieht bei Schauspielern wie Susan Sarandon, Sam Neill, Nick Nolte (grandios in einer Mini Rolle),  Chris Cooper, Brendan Gleeson, oder Stanley Tucci, geradezu alt aus. Redford hat es wirklich fertig gebracht "America's finest" in Nebenrollen zu platzieren die den Film ungemein bereichern.

Der Film atmet die gleiche Atmosphäre wie "Die drei Tage des Kondors", "All the presidents men", ohne jetzt deren Klasse komplett zu erreichen. Was leider am etwas schwachen Ende liegt. Sicher nicht Redfords beste Regiearbeit, aber trotzdem sehr sehenswert, wer auf den Drei Millionsten Comicflick und Pacific Tim/Transformersjunk keinen Bock mehr hat und gut gemachtes Erzählkino mag, liegt hier absolut richtig. 

Eines kann Redford allerdings nicht verhindern, genau wie Clint Eastwood kann auch Er die Zeichen der Zeit und des Alters nicht aufhalten. Hoffen wir das die beiden Großen Alten des amerikanischen Kinos uns noch ein paar Highlights präsentieren. smile

Filmkritik: Rock of Ages

DIeser Film kam letztes Jahr um die Weihnachtszeit ins Kino, da ich absolut keine Ahnung hatte um was es ging, hab ich mir den gesten Abend mal unvoreingenommen angesehen.

Ein sehr sehr zwiespältiges Filmerlebnis. Wie soll man das am besten zusammen fassen??

Rock of Ages versucht sowas wie Grease zu sein. Sprich Musical aber angesiedelt in den 80er Jahren zu den Hochzeiten des Amimetal,oder was die Amis für Metal hielten.  ;)

Allerdings ist die Story schon etwas dürftig. Mädchen will in den 80ern nach LA um dort Karriere als Sängerin zu machen, landet aber in Kneipe als Bedienung und triff jungen Musiker  Boy meets Girl usw... 

Der Film beginnt auch mit einer mitreissenden Version von Nightrangers Sister Christian.. die nahtlos in Just living in Paradise übergeht.

Es gibt Szenen die so cheesy sind das man sich fast fremdschämen muss... Allerdings gibt es auch Szenen die ganz großes Tennis sind. Der Überknaller ist das von Cathereny Zeta-Jones gesungene "Hit me with your best shot" was die Frau Zeta Jones da zum besten gibt ist absolut bemerkenswert, abgesehen davon ist Ihr Charakter der interessanteste im ganzen Film, was Sie so als Tippet Gore Verschnitt zum besten gibt ist herrlich.  ;) 

Tom Cruise, man kann zu dem Mann ja stehen wie man will, aber Er ist in dem Film ganz große Klasse. Als alternder LA Poser Rocker überzeugt Er wirklich. Mr. Scientology gibt eine Mischung aus Axl Rose,Nikki Sixx und Vince Neil. Dies aber dermaßen überzeugend, so grandios hab ich Ihn zuletzt in Magnolia gesehen und das ist schon verdammt lange her.

Man kann das ganze auch als Karaoke verschiedener Kino und Musikstars betrachten, aber im Endeffekt würde das der Leistung der einzelnen beteiligten nicht gerecht. Einige Songs sind wirklich richtig gut gesungen. 

Den ein oder anderen Gähner wie die Extreme Ballade "More than words" oder "Heaven" die schon damals schlecht war, hätte man sich locker sparen können. Braucht keine Sau, ganz ehrlich. Foreigner's "I know what Love is" hat man da schon besser hingekriegt, auch wenn ich das fast nicht mehr hören kann, totgespielt im Radio auch wenn der Spannungsbogen im SOng immer noch großes Songwriting ist. wink

Die Twisted SIster Nummer "we're not gonna take it" (gesungen von den Moralwächtern)  als Mashup mit "We built this City" (gesungen mit dem Clubpublikum) funktioniert allerdings hervorragend.

Ach ja und die Interpretation von Bon Jovi's Überhymne "Dead or alive" ist einfach nur grandios....Bei der Version von Journey's "Dont stop Believing" hört man das Autotune der Produktion leider ziemlich gut raus.... mir kann nämlich keiner erzählen das ein Schauspieler fast ohne Training und mögens zwei Monate gewesen sein... fast auf einem Level wie Goldkehle Steve Perry singt.

 Der Film wird wohl nicht in die Kinogeschichte eingehen... aber für einen unterhaltsamen Abend ist er allemal gut. DIe schwache und extrem seichte Story wird durch gute bis teilweise überragende Darbietungen der Schauspieler gerettet. Hätte der Film ein paar Ecken und Kanten mehr gehabt, wäre er vermutlich noch sehr viel besser geworden, leider ist das ganze dann doch relativ glatt gebügelt worden. Aber es ist eben Entertainment wie Grease, nur nicht ganz so grandios wie Grease. 

Was mir als erstes aufgefallen ist... der Club im Film dem "Bourbon" wurde wohl vom Whiskey A Go Go inspiriert. WIeso hat man es nicht gleich so benannt? ;) 

Ob ich mich darüber freuen soll das Rock N Roll im Kino angekommen ist? Hm ich weiss nicht. Aber ich wurde trotzdem gut unterhalten, von den oben genannten Schwächen abgesehen. 

DVD Tipp: Spring Breakers

Blockbusterkino, trifft Independetkino, Trainspotting und Lady Gaga. Es ist schon verdammt lange her, dass ich so einen stilistisch eigenwilligen Film gesehen habe.

Beim ersten Sehen, fielen mir viele Parallelen zu Trainspotting auf.  Spring Breakers als Klon von Danny Boyle's Meisterwerk in die Schublade einzusortieren wäre allerdings zu einfach. Ähnlich wie Trainspotting funktioniert Spring Breakers auf einer surrealen Ebene und entfaltet eine hypnotische Wirkung.

Spring Breakers kombiniert höchst erfolgreich Elemente die erst mal gar nicht zusammen passen. Zum einen den Spring Break als Ballermann Fleischbeschau, eine flache Story um vier College Mädels die dem MTV, Britney Spears und Lady Gaga Universum entsprungen sind.

Das ganze wird kombiniert, mit  hypnotischen Flashbacks, die sich immer wiederholen, Ähnlich dem Chorus in einer Song Struktur.

Im Gegensatz zu Tarantino ist das hin und her springen in Zeitebenen nicht in erster Linie der Erzählung gewidmet, sonder vor allem als künstlerisches Mittel dem Film eine Collagenartige Wirkung zu verschaffen. 

Spring Breakers ist ungewöhnliches Kino, ich behaupte in zehn Jahren wird Spring Breakers wie Trainspotting als Kultfilm gelten.

Der Bildersturm den Spring Breakers auf den Zuschauer los lässt, schon unglaublich intensiv, unterlegt mit elektronischer Musik, kann man sich  dem Film schlecht entziehen, vor allem wenn man sich auf die Stilistik einlässt. 

Spring Breakers beweisst eindrucksvoll, das ein Film ohne CGI, mit fantastischer Ausleuchtung, großartiger Kameraführung und kreativer Schnitttechnik, fantastischen Bildern, kombiniert mit einem gelungenen Soundtrack, ein Fest fürs Auge  ist.  Grandioses Handwerk.

Spring Breakers ist genau das was ich mir unter Kino vorstelle, widersprüchlich, berührend und intensiv, aber auch unterhaltend.

Leider gibt es solche Erlebnisse bei dem Drei Millionsten Superhelden Remake viel zu selten. Aber für diesen Film absolut Daumen hoch! :-)

Kinobesuch Kick Ass 2

Vorgestern bin ich Abends noch ins Kino gegangen um mir die Fortsetzung der Anarchischen Comicfilmdemontage Kick Ass rein zu ziehen. 

cool

Über Kick Ass habe ich mich ja seinerzeit fast euphorisch ausgelassen, sowas kann man leider nicht mehr toppen und so waren meine Erwartungen nicht gerade turmhoch.   

wink

Aber Kick Ass 2 schlägt sich verdammt gut,  Kick Ass2 setzt exakt dort an wo Kick Ass aufgehört hat, die ersten 70 Minuten sind ein absoluter Kracher. 

Im Dritten Akt schwächelt der Film leider etwas und der Showdown ist im Vergleich zum genialen Vorgänger ziemlich optimierungsbedürftig. Weniger wäre mehr gewesen und am Skript hätte man auch was machen können. 

Faszinierend ist aber wie Chloe Moretz als Hit Girl, den Film dominiert, gut man muss auch sagen die Rolle ist einfach nur traumhaft aufgebaut.

Aber was für eine Leinwandpräsenz diese Teenagerin jetzt schon hat, ist einfach nur unglaublich. Wenn das Mädel nicht an Drogen kaputt geht, oder sonstwie durchknallt, wird das eine Große.

Jim Carrey  als Colonel Stars and Stripes hätte ich fast nicht erkannt und Er spielt endlich mal nicht den Grimassen ziehenden Deppen, der nach fünf Sekunden schon nervt.

 However, Kick Ass2 ist ähnlich wie der Vorgänger immer noch der Skyscrapergroße Mittelfinger für sämtliche Comicverfilmungen. 

tongue

auch wenn die anarchische  Genialität des Vorgängers nicht erreicht wird, der Streifen hat eher das Die Hard2 Syndrom, womit ich aber ganz gut leben kann. ;-)

Das die Kritiker denn Film verrissen haben wundert mich allerdings überhaupt nicht. Aber ich hab mich köstlichst amüsiert. wink Bisher mein Highlight des Jahres.

In der DVD Sammlung gekramt II: Spielbergs 1941

Spielbergs Zweite Weltkriegs Groteske wartet mit interessanten Annekdoten auf.

Die Rolle des real existierenden General Stilwell sollte eigentlich der Duke spielen. John Wayne hatte seinem Fanboy Spielberg auch schon zugesagt, als Er dann das Drehbuch las, wollte Wayne  Spielberg davon überzeugen, er möge doch davon absehen diesen unamerikansichen Film zu drehen und zog seine Zusage vom Projekt wieder zurück.

Auch Megastar Charlton Heston wollte Spielberg besetzen, aber dieser hatte ebenfalls abgesagt, anscheinend auf unfreundlichere Art und Weisse die Spielberg nicht weiter kommentieren wollte. wink  So kam jedenfalls Robert Stack zu seiner Rolle als Generall Stilwell.

Der Film wurde seinerzeit von der Kritik gnadenlos verrissen und war Spielbergs erster großer Flop, nach den Blockbustern "Der weisse Hai", und "Eine Begegnung der Dritten Art".

Ungeachtet dessen ist Spielberg mit dieser überdrehten Groteske ein Stück höchst vergnügliches  Abendunterhaltung gelungen, eine gnadenlos grotekse Gagmaschine die einfach nur funktioniert und hundertprozentig überzeugt. smile

"In der DVD Sammlung gekramt II: Spielbergs 1941" vollständig lesen

In der DVD Sammlung gekramt I: Sidney Lumet's Network

Es ist lange her das ich Ihn zuletzt gesehen habe,gestern war es wieder mal soweit.  Sidney Lumet's Network gehört zu der Kategorie Filme die man als Cineast unbedingt mal gesehen haben sollte. Der Film hat mich vor Begeisterung am gestrigen Abend wieder fast vom Sofa geblasen. 

Auf dem Höhepunkt der New Hollywood Ära, als Filmemacher sich relativ große Freiheiten erkämpft hatten und auch ziemlich viel Narrenfreiheit hatten, ist diese bissige Satire, die man auch Sittengemälde verstehen kann,  entstanden und eine absolute Sternstunde.

Insbesondere deswegen weil Das behandelte Thema auch heute noch Brandaktuell, bzw. aktueller denn je ist. Auf die Handlung will ich nicht großartig eingehen, aber ich übertreibe wohl nicht, wenn ich jetzt behaupte das Network eines der besten Drehbücher hat, die je auf Zelluloid gebannt wurden.

Die Schauspielerischen Leistungen sind durch die Bank,  erstklassig, insbesondere William Holden als alternder Nachrichtenchef mit verspäteter Midlife Crisis, Faye Dunaway als  karrieregeile und hochgradig gestörte Programmchefin und der kurz darauf verstorbene Peter Finch als verrückt gewordener Nachrichtensprecher, sind in ihren Darstellungen extrem überzeugend.  

Der Film hat aber auch starke und erinnerungswürdige Nebenrollen . Zum Beispiel auch die Darstellung von Ned Beatty als Vorstandschef des Senders, der Peter Finch's Charakter in fünf Minuten die Globalisierung erklärt, bleibt eindrücklich haften.

Der großartige Robert Duvall, geht in diesem Feuerwerk fast unter, aber seine Rolle als rücksichtsloser Chef des Senders, macht trotzdem eine gute Figur. 

Was das Thema angeht, ich in überzeugt sowas würde heute nicht mehr gedreht werden, oder man würde es höchstens in den Independet Kino Markt schaffen. Hollywood hat sich schon lange nichts mehr getraut.

Network ist großartiges amerikanisches Kino in bester Tradition, wie man es sich heute auch wieder wünschen würde.

Leider ist zwischen den ganzen Comic Verfilmungen, Hangovers, Hobbits und Avatars dieser Welt wohl kein Platz mehr für solche Kost. Auch weil der Traumfabrik der Mut zur kontroversen Themen fehlt.

Das schöne an Network ist, das es nicht mit dem moralischen Zeigefinger um die Ecke kommt, sondern eine relativ ungeschminkte bösartige Satire auf das Fernsehen, ohne überhöhte Moralvorstellungen ist. 

Pacific RIM oder wo sind Sly, Arnie oder Bruce

wenn man sie mal ganz dringend  braucht. cry

Vor 14 Tagen in meinem Urlaub wurd ich zu diesem Streifen genötigt. Meine Tüte Popcorn hatte jedenfalls mehr Intelligenz als das komplette Storyboard Team.

Ganz ehrlich, ich habe selten was hohleres, sinnentleerteres als Pacific Rim gesehen und das will bei mir wirklich was heissen....  ich konnte sogar im nüchternen Zustand!!!

"City Cobra" "Delta Force" und den  "Missing in Action" Filmen "intellektuelle Tiefe" auf dem Boden der Flasche abgewinnen. wink

Regisseur Guillermo del Toro der mit den beiden Hell Boy Verfilmungen  bewießen hat das Er Blockbuster kann, scheitert bei Pacific Rim nicht nur grandios, sondern gerade zu episch.

An positivem gibts eigentlich nur zu sagen.... es ist eine Effekt und Materialschlacht das Transformers wie eine billigst gemacht Fernsehproduktion im direkten Vergleich mit Pacific Rim wirkt.

Der andere positive Punkt und damit auch der letzte.... ist Ron Perlman, der leider nur in einer Nebenrolle auftaucht.

Der Rest ist fürchterlichster schauschpielerischer und storytechnischer Trash.

Vor allem in einem haben die Macher völlig versagt... man hat wohl versucht das Beste aus Godzilla und Transformers zusammen in einen Topf zu werfen und damit den ultimativen Kracher zu kreieren...

Weder hat man den Charme von Godzilla auch nur ansatzweise hinbekommen, noch hat man auch nur einen vernünftigen One Liner auf die Reihe gekriegt, wenn ich es schon nicht schaffe eine Story auf die Kette zu kriegen.

Oberstes Gesetz!! Wie helfe ich mir dann als Actionfilmemacher??

Dann brauche ich coole Typen, mit noch cooleren Sprüchen....

Aber es hat nicht mal zu:

"Was ist das?" "Es ist blaues Licht"... "was tut es? " "Es leuchtet blau" gereicht

Vielleicht hätte Del Torro mal Sly anrufen sollen.... wink

Er hätte Ihn ja fragen können wie man es schafft, bei morgendlicher Sitzung kurz nach dem Aufstehen ein komplettes Drehbuch auf einer Klorolle zu skizzieren und ein passablen Actionkracher zusammen zu zimmern. Sly's Drehbuchautorenskills sind ja schliesslich berühmt und berüchtigt. laugh

 Die Darsteller sind auch ein ganz schlimmes Kapitel für sich... man muss wirklich von Darstellern oder Schauspielerplacebos reden, denn für Schauspieler hat es abgesehen von Ron Perlman im Budget wohl nicht mehr gereicht. Eine abgrundtief schlechtere schauspielerische Leistung hab ich nicht mal in Phantom Kommando, oder GZSZ gesehen, im Gegenteil....  da gabs besseres zu sehen.

Auf die Aufhebung diverser Physikalischer Gesetze will ich mal gar nicht eingehen.. wink

Pacific Rim ist die Definition von schlechtem Blockbusterkino in fast jeder Beziehung.

Wir haben einen neuen Spitzenreiter wie man es nicht machen sollte! Gratulation.  

Sooo und damit ich jetzt wieder besser drauf komm nach dem Verriss kuck ich Expendables zum Einschlafen.. wink

Skyfall = ultrabelanglos

Gestern Abend hab ich mir in aller Ruhe Skyfall angesehn...

Also ich weiss nicht, über Quantum Solace konnte man sich herzlich aufregen, weil der einfach nur Scheisse war und das von der ersten bis zur letzten Minute, konsequent und konstant schlecht.  

Quantum Solace spielte in der gleichen Liga, wie der unsägliche Licence to kill, den man am liebsten aus der Erinnerung tilgen würde.

Aber Skyfall ist einfach nur belanglos, träge und tödlich langweilig, der neue Q hat den Charme von Marc Zuckerberg und so viel Humor wie ein Rack im Datacenter. Er tut nicht weh, Q ist da, aber es würde auch nicht auffallen wenn Er nicht da wäre.  Ja man kann den Film gut anschauen und es blutet einem nicht mal das Auge oder Ohr, wobei witzige Dialoge absolut selten sind.

Die Einführung der "neuen Moneypenny" ist noch der größte Aufreger.... absolut missglückt und so glaubwürdig wie "Gute Zeiten Schlechte Zeiten"  .Das Schottland schön ist, wusste ich vor Skyfall im übrigen auch schon und die Idee das Bond Schotte sein soll... und sein Familiensitz in den Highlands liegt... naja.

Also ich weiss ja nicht was Barbara Brocoli noch so für Einfälle hat, um die Serie gegen die Wand zu fahren, aber viel fehlt nicht mehr und Bond verschwindet in der Versenkung der Belanglosigkeiten.

Den mit Casino Royale so gelungenen Start hat man mittlerweile komplett verhunzt. Nach den goldenen Brosnan Jahren erreicht man wieder die negativen Höhepunkte der Timothy Dalton Ära. Das auch David Arnold, nicht mehr die Filmmusik machen durfte... hat dem Film richtig geschadet, der Score von Thomas Newman fällt vor allem aufdringlich negativ und in keinster Weise positiv auf.

Das beste an Skyfall ist wirklich der Filmsong, die Leistung von Judy Dench und der Vorspann. Der Rest ist einfach nur belanglos, wie schon bei Quantum Solace fehlen jegliche Bondmomente.

Das ausgerechnet Regie Großmeister Sam Mendes, so einen mediocren Bond abliefert hätte ich niemals erwartet. :/

Zero Dark 30

Blown away... gerade eben kam ich aus dem Kino!!!

Heute Abend habe ich ich gerade einen der härtesten und eindrucksvollsten Filme der letzten Jahre
gesehen. Sicher die Story "Jagd auf Osama Bin Laden" ist mehr als grenzwertig und absolut schwere Kost, gerade weil dies alles noch so präsent ist und in gewissem Maß noch zur Gegenwart zählt.

Der Film selbst, ist für eine amerikanische Produktion extrem wertfrei, typische Heldenfiguren
existieren einfach nicht. Hier wird keine Partei ergriffen für nichts!!!
Weder für "Gods own Country", noch werden die Anschläge gewertet, oder Folter
als Mittel verurteilt. was Kathryn Bigelow hier verfilmt hat, die Jagd
nach Osama Bin Laden, ist weder verkitscht noch beschönigend, eher ein Monument.

Der Film ist hart, ungeschminkt, ohne Effekthascherei oder übermässige Dramatik, einfach furz trocken und spröde.
Dieser Streifen ist vom Blockbusterkino mindestens soweit weg wie von Deutschem verkopften Kunstkino. Es wird auf unnötige Action, überzeichnete Charaktere und übertriebene Dramatik verzichtet, da der Film sie nicht braucht.

Die Folterszenen über die im Vorfeld und auch in den Kritiken viel geschrieben wurde, sind weder lustig noch Entertainment, so bescheuert es sich anhört, Katrhyn Bigelow ordnet alles der Gesamthandlung unter und diese gehören einfach zur Handlung.

Wer sich nur unterhalten lassen will ist by Zero Dark 30 am absolut falschen Platz, der Film hat ein für heutige Verhältnisse relativ träges Tempo, die der Film aber braucht
um die Handlung zu entfalten und ist im weitesten Sinne eher noch  verwandt mit 70er Jahre Kino wie die Drei Tage des Condor. Ein besserer Vergleich fällt mir fast nicht ein.

Die bisherigen Werke der Bigelow sind mit diesem Film auch schlecht in einen Topf zu werfen.

Zero Dark 30 gelingt ein Kunststück, es fasst in 160 Minuten alles zusammen was es aus der Filmindustrie über den "War on Terror" jemals zu sagen geben wird, das Thema ist damit erschöpfend besprochen. Alles dazu ist gesagt, ein weiteres filmisches Statement braucht die Welt nicht mehr.

Jetzt kann nur noch Entertainment kommen..

Zero Dark 30 war kein Entertainment, sondern einfach nur ein knüppelhartes, schonungsloses und hässliches Meisterwerk, welches einem die eigene Meinung erlaubt und nicht mit vorgefertigten Meinungen aus politischen Lagern und Sendungsbewusstsein traktiert. Man könnte auch den Eindruck gewinnen, Kathryn Bigelow, traut ihrem Publikum sowas wie eigene Meinungsbildung zu.

Black Swan

Ist der Film genial, oder krank? Ehrlich gesagt, ich kann es nicht sagen, aber ich glaube seit dem genialen "Monster", oder mindestens seit "The Wrestler" hab ich keinen, aber absolut gar keinen Film mehr gesehen, der einem so unter die Haut geht.

Der Film nimmt einen richtig mit. Definitiv nichts was man so neben her mit Kumpels und LAG kucken kann, verdammt schwere Kost. Halleluja!

Ob Darren Arronofsky noch mal so was intensives, auf die Beine stellen kann darf bezweifelt werden, auf seine Art ist der Film wirklich perfekt. Natalie Portman hat Er jedenfalls ein Denkmal gesetzt. Der nackte Wahnsinn, mir fehlen echt die Worte.