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Black Sabbath the Beginning of the End in Köln

Tja..... manche Dinge kommen vielleicht doch noch zu einem guten Ende....

diesen Dienstag sind wir nach Kölle... am Rhein in die Lanxess Arena gepilgert um dem finalen Abgang der Metalpioniere Black Sabbath beizuwohnen.

Im Prinzip "fast alles" beim Alten.

Ozzy ist körperlich fix und fertig, das allerdings schon seit 30 Jahren, hne Teleprompter geht nix mehr... Tony Iommi und Geezer Butler spielen mit der Präzision eines Uhrwerks, während Ozzy den Kasper und Charismatiker gibt,  Keyboarder Geoff Nichols steht immer noch hinter der Bühne, den Quatsch hätten sie jetzt endlich mal beenden können.

Tony Iommi kämpft immer noch gegen den Krebs... im Gesicht sieht der Gute auch recht eingefallen aus.

An der Bühne waren wir ziemlich nahe dran, den alten Herren hat die Show sichtlich Spaß gemacht.. Lachende Gesichter waren bei den Drei Protagonisten an der Tagesordnung, was bei den alten Streithanseln jetzt ja nicht unbedingt selbstverständlich ist.

Prinzipiell ein absolut  amtliches Konzert das wohl jeder genossen hat, der dabei war, Wehmut oder Traurigkeit hat die Band nicht gezeigt im Gegenteil die waren voll motiviert.

Schade fand ich nur das man bei der Setlist wenig Mut gezeigt hat.... vom großartigen und immer noch aktuellen   Album 13 hat man leider keinen einzigen Song gespielt.

Was ich echt erstaunlich fand war wieviel Leute zwischen 20 und 30 bei der Show war..... nix von wegen Veranstaltung für Graue Panther. 

Der Band wünsche ich das es das jetzt wirklich war und sie nicht auf die Idee kommen noch mal auf Tour zu gehen. 

Sie können nach dieser  Tour in Würde abtreten ohne wie so manche Kollegen ihrer Generation als Lachplatte zu enden.  In der Form von Köln können wir  die Jungs in guter Erinnerung behalten.

Jetzt ist es an anderen in die Fußstapfen dieser wegweissenden   Ikonen zu treten.

Reckless 30thth Anniversary Tour und Album Review

Am gestrigen Abend gab sich Bryan Adams und sein kongeinaler Partner Scott Keith in der Schleyerhalle die Ehre die aktuelle Tour steht ja unter dem Motto 30 Jahre Reckless.

Gemäß dem Motto wurde das Album entsprechend gewürdigt, die Platte wurde exakt nach der Tracklist durch gespielt, auch die Optik der Bühne war wie das Album in Schwarzweiss gehalten. 

Die Generationsgranate enttäuschte nicht.  Es war wirklich ein grandioses Erlebnis das Album in seiner kompletten Länge zu hören, auch Outtakes die es seinerzeit nicht auf das Album geschafft haben wurden präsentiert, dazu später mehr. Besonders die erste Hälfte der Show war ein purer Genuss, was aber mit auch am Publikum lag, beim ersten Takt von Run to you hat das Publikum die erste Strophe komplett selbst angesungen und auch ohne Aufforderungen oder Motivationsspielchen durch gesungen. Gleiches Spiel bei der Monsterballade Heaven (ja es gibt grandiose Balladen)  Der Meister war wohl selbst erstaunt, zumindest sah es auf den Videoleinwänden so aus. "Somebody" ist auch noch heute ein mitreissender Song.  Bei  "it's only love" hatte ich das Gefühl Tina Turner schwebt gleich durchs Hallendach rein.

Die zweite Hälfte war nicht ganz so stark, was aber weniger an der Verfassung der kompletten Kapelle lag, sondern daran das die Quotenballaden  wie das verzichtbare "Please forgive me", das ich damals schon grausig fand ins Programm genommen wurden. Vom besten Def Leppard Album das Def Leppard nie aufgenommen haben "Waking up the Neighbours" gab es drei Nummern zum besten, auch "Cuts like a Knife" wurde kurz gewürdigt.

EIn kleiner Wermutstropfen war das es vom grandiosen "Into the Fire" Album keinen einzigen  Song zum hören gab.  Im Großen und ganzen eine tolle Show die das Geld wirklich wert war, vor allem weil Bryan Adams stimmlich absolut fit war und "Reckless" als ganzes wohl noch nie gespielt wurde. In fünf Jahren bei 30 Jahre "Waking up the Neighbours" komm ich gerne wieder.  :-)  Ein sehr gelungener Abend

So jetzt noch ein paar Worte zur 30th Anniversary Edition von Reckless.

Ja ich gebs zu ich kann da nicht objektiv sein, da ich mit der Platte sehr viel persönliches verbinde. Was man aber mit Fug und Recht sagen kann, ist das die Songs die damals nicht veröffentlicht wurden und in der Schublade auf Halde lagen um einiges besser sind als die letzten regulären Adams Releases, die doch recht kraft undzahnlos um die Ecke kamen und der Kanadier , ähnlich wie die Kameraden von  Bon Jovi, doch schwer am eigenen Legendensockel gekratzt hat.

Besonders stark der eigentliche Titelsong "Reckless" der dem Cut zum Opfer fiel, allerdings könnte der Song von der Grundstimmung auch auf "Into the Fire" stehen. Auch der Rocker "Boys Night out" überzeugt und ist durchaus sperrig. Das infatile "Teacher Teacher" haut einen jetzt nicht vom Hocker und fällt unter die Kategorie Füllmaterial.  Die Dreingabe einer Liveshow im  Hammersmith Apollon  beweisst was für ein guter Liveact der Holzfäller Springsteen doch war und ist.

Musikgeschichtlich nach wie vor ein wirklich beachtenswertes Werk. zum einen weil es wie Springsteens "Born in the Usa", oder U2's "Joshua Tree" einfach zeitlos ist und die Produktion trocken aufs wesentliche reduziert, aber immer noch kraftvoll und frisch klingt. Was Scott Keith teilweise so an Licks beigesteuert hat läst einen heute noch mit der Zunge schnalzen, eine Jahrhundertmelodie wie  "Run to you"  ist einfach unsterblich. Eigentlich ist es fast schon ein Musikgeschichtlicher Witz das der Boss und Adams ihre beiden besten Alben 1984 zeitgleich veröffentlicht haben.

Neues auf dem Plattenteller: Dana Fuchs

Eigentlich ist der Nachbar hier schuld!  Er hat mich drauf gebracht Janis Joplin 2.0 zu entdecken. wink  Letztes Jahr hab ich ja die Kollaboration von Joe Bonamassa und Beth Heart gelobt...und deren Album lief bei mir pausenlos.

Tja durch das Stiefkind bin ich über Dana Fuchs gestolpert… und ich finde was die Sängerin aus New Jersey so rüberbringt ist nicht nur fucking awesome… sondern genau das was ich mir als Essenz aus Blues, Rock, Soul und Country Elementen vorstelle.

Die Mucke steht in der Tradition von  B.B. King, Led Zeppelin, Eta James und Gospel

Es gibt sicherlich stimmlich und per Autotune gepimpt, noch bessere Frauenstimmen, aber hier trieft mit unglaublicher Energie  wirklich die Seele aus den Boxen. Außer Amen Amen Amen!!! Fällt einem nicht viel ein.!

Die  Begleitmusiker haben den Blues wohl auch mit der Muttermilch aufgesogen, die Band wirkt enorm gut eingespielt und es wird auch keine Note zu viel gespielt, das ganze Paket hat einfach Klasse!

Die drei Scheiben: 

Live in NYC, Love to Beg oder Bliss Avenue kann man jedenfalls blind kaufen, wenn man mit gepflegtem Bluesrock mit Gospeleinflüssen und Janis Joplin  etwas anfangen kann. 

Frau Fuchs hat nicht nur großartiges Eigenmaterial, sie versteht es auch  Klassiker würdig rüber zu bringen. Das Eta James Cover, "I'd rather go blind" ist jedenfalls ganz großes Kino, das nur noch von der  grandiosen Interpretation des  Beatles Song "Helfer Skelter" getopt wird. Ich hab mich gefragt wie Whole Lotta Love von der Dana Fuchs Band interpretiert werden würde, aber ich schätze das Ergebnis wäre sicher ganz achtbar.

Ach ja…. nix für MP3 Player…die Mucke wirkt viel besser wenn sie aus der Stereoanlage kommt, der Raum erfüllt wird  und man das Gefühl  hat die Kapelle spielt genau vor einem.  Kein Wall of Sound, sondern ein sehr dynamischer Mix. ;) 

Die beiden Studioalben haben sowieso Livecharakter, hier ist nichts überproduziert oder bis zur Unkenntlichkeit auf Hochglanz poliert. Das ganze Material kommt sehr authentisch rüber.

Ob Dana Fuchs noch lange ein Geheimtipp bleibt, wage ich ernsthaft zu bezweifeln.  Daher freue ich mich sehr auf das Clubkonzert im Oktober. smile

Black Sabbath 13 Amen Amen Amen!!!!

Der "fuckin prince of fuckin darkness" , sein Riffmeister Toni Iommi, Geezer Butler und RATM Drummer Brad Wilk, haben es wirklich getan!!

Neues Studiomaterial des "Schwarzen Samstag" hat gestern meinen Briefkasten erreicht. Fucking Hell!!!

Produzenten Rübezahl Rick Rubin  ist nach seinen "American Recordings" mit "Johnny Cash", wieder ein kleines Meisterwerk gelungen. :-D

Die Scheibe rockt und glänzt mit Facetten wie dem Song Zeitgeist der in der Tradition von "Planet Caravan" steht, das man als alter Sabbath Fan am liebsten in der nächsten Kirche 13 Kerzen anzünden würde um dem Rock N Roll Gott, für dieses Studioalbum zu danken.

Ozzy selbst, klang seit seinem "No more tears" Monument nicht mehr besser.   Die Scheibe läuft seit gestern Abend bei mir auf "Hot Rotation" (ja $Systemklempner liebt das Homeoffice 8-)  )  

Irgendwie hab ich den Eindruck... das die drei alten Herren viel Spass im Studio hatten, da mischt sich mal ne bluesige Mundharmonika  ins doomige Songgefüge. Das Album klingt jedenfalls, lebendig, frisch und die Platte schreit förmlich danach.....

"Spiel mich nur auf einer Stereoanlage... MP3 Player is scheisse,  MP3 Player is scheisse MP3 Player is scheisse..."

 Liebe Stonerrockkinder.... jetzt wisst Ihr auch wo Kyuss, Soundgarden, Monster Magnet und viele andere ihre Inspiration her bezogen haben.

Ein grandioses zeitloses Alterswerk. Auch wenn die Stahlschmiede aus Birmingham ihren Trademarks absolut treu bleibt, tonnenschwere Riffs und Bassläufe schälen sich durch den Gehörgang.

Im Gegensatz zu anderen Herren des fortgeschrittenen Alter ist das ganze jedoch keine peinliche Veranstaltung und am Ende schliesst sich der Kreis... der Sabbath History der Kenner möge dem Outro lauschen und wird verstehen was ich meine. smile

Einen Anspieltip gibts nicht... das Ding kann man unfallfrei von Anfang bis Ende durch hören, ich hätte es ja nie und nimmer erwartet. smile

Der fulminante Abgang einer Kapelle die Generationen von Musikern inspiriert hat.

Kurzer Nachtrag: " Je länger ich die Platte höre... umso mehr verfestigt sich folgender Eindruck bei mir: Drei wütende Alte Männer ziehen  ein letztes mal in den Krieg... gegen das Vergessen werden, gegen Krebs (Iommi) und spielen mit einer gewissen Selbstironie und irren Intensität wie wahnsinnig dagegen an."

Der musikalische Jahresrückblick 2012

2012 hat mich ein paar Perlen entdecken lassen..... teilweise neu... teilweise wieder aus der Schublade gekramt... über ein paar Rohrkrepierer bin ich allerdings auch gestolpert.

Ein tolles Album in diesem Jahr... war die neue Platte von Amy MacDonald, tolle Songs wie "Across the Nile" oder "4th of July" abgesehen davon, ich liebe den schottischen Dialekt einfach. wink

Die kleine hat echt Talent und braucht kein großes Brimborium, Gitarren, Schlagzeug, Piano. Die hin und wieder auftauchenden Streicher hätte man sich zwar sparen können, aber das Songmaterial ist wunderbar und die Scheibe lässt sich komplett durch hören, kein Skiptastensyndrom. Als altem Fußballromantiker hat mich besonders die von Ihr besungene ewig junge Rivalität der Celtics gegen die Rangers begeistert.

Auf Dauerrotation liefen vor allem Johnny Cash's "American Recordings" I-IV die Produzenten Rübezahl Rick Rubin mit der Countrylegende vor seinem Tod aufgenommen hat. Das ganze Werk ist amerikanische Musik in seiner besten Form. Diese  vom Alter gezeichnete, zerbrechliche Stimme und auf das absolut wesentliche reduzierte Musik, ähnlich karg wie Springsteens Nebraska. Ein Mann der gegen seine eigene Vergänglichkeit mit voller Inbrunst ansingt, manchmal bockig, verzweifelt und wieder mal nachdenklich.

Wen die Neuinterpretation des Nine Inch Nail Songs "Hurt" kalt lässt, hat definitiv keine Seele.

Eine weitere Neuentdeckung über die ich dieses Jahr stolperte waren die Fun/Braindead Kapelle Steel Panther deren aktuelles Werk "Beeep Beep" ich hier nicht mehr besprechen darf, weil Beep auf dem Index gelandet ist. Naja die BPJS hat sich noch nie besonders durch Humor ausgezeichnet, unter dem Ladentisch sollte es jedenfalls noch zu kriegen sein. wink

Wer auf Humor, Parodien und 80er Bad Taste steht.. die musikalisch und handwerklich absolut gekonnt umgesetzt sind, ist hier goldrichtig.  Ach ja fünf Euro für die Chauviekasse sind dann auch fällig. :D  Nie war Sleaze Rock so humoristisch.

Hier noch der Nachweis das die Jungs exterm unterhaltsam sind und eine angeheiterte Kelly Clarkson Axl Rose in Grund und Boden singen würde.. laugh

Die neue Garbage war ein zwiespältiges Werk, Battle in me ist zwar mein persönlicher Track des Jahres. Aber die Scheibe als komplettes Werk, krankt deutlich an Überproduktion. Weniger wäre hier wirklich mehr gewesen....

Green Day's Dreifach Album ùno dos tre hat mich jetzt überhaupt nicht überzeugt. sad

Für mich der Flop des Jahres.... ok die Messlatte lag nach American Idiot und 21st Century extrem hoch, eigentlich konnte man daran nur scheitern und Dookie lässt sich auch nicht wiederholen. Aber hätte man die besten Songs der Drei Alben genommen, wäre zumindest Ein ziemlich gutes Album rausgekommen und nicht drei Rohrkrepierer. Ein echter Absturz.

normal

Die neue von Slash "Apocalyptic Love" mit Myles Kennedy war ähnlich gut wie das vorige Werk... All Killers no Fillers. wink Definitiv das Geld wert. Mal ernsthaft, wie oft gibt  es Alben, die ohne Füllmaterial auskommen? Ganz selten.  Das Slash sich nicht auf seinen GNR Loorberen ausruht, demonstriert dieses Album in gekonnter Art und Weise. Das Material geht direkt in die Magengrube. Wäre ich Axl Rose, würde ich vor Wut die Wand hoch rennen. laugh

LED ZEPPELIN - "Celebration Day"

Zu dieser Darbietung gibts eigentlich nur zu sagen: "AMEN AMEN DANKE!!" The real Shit! smile


Hammer of the Gods : "Celebration Day"

Mein Album des Jahres, ganz ohne Übertreibung!!!

Celebration Day wurde  in der Londoner O2 Arena mitgeschnitten, dem ersten richtigen Konzert  Led Zeppelin's seit der Auflösung nach James Bonhams Tod. 20 Millionen Bekloppte (inklusive mir) hatten sich seinerzeit innerhalb weniger Stunden  für das Konzert registriert um die kurzzeitige Wiederauferstehung von Led Zeppelin mit zu erleben. Das in die Arena nur  20 000 rein gingen.. tja das Los hat damals gegen mich entschieden.

Jetzt nach fünf Jahren wurde der Live Mitschnitt auf den Markt gebracht und ich bin völlig von den Socken. Die alten Herren und John Bonham's Filius am Schlagzeug, rocken die sterile O2 Arena das es eine absoluter Hochgenuss ist. Klar die "Legenden" sind nicht jünger geworden, Robert Plant schafft die Höhen nicht mehr so wie in den 70ern und versucht es auch gar nicht erst, aber die Gesangsleistung ist trotzdem aussergewöhnlich kraftvoll. 

Der Auftritt war derart überzeugend das es einem als Fan vor Begeisterung fast die Tränen in die Augen treibt. Wenn man bedenkt das die drei überlebenden seit dem Live Aid Auftritt mit Phil Collins am Schlagzeug, nicht mehr gemeinsam auf einer Bühne standen, ist die Performance nicht hoch genug zu bewerten, für mein Empfinden ist die ganze Show ein einziger Triumphzug vier aussergewöhnlicher Musiker.

Mutig  finde ich auch das man einige Songs ausgegraben hat, die so nicht zu erwarten waren. "For your life", "Misty Mountain Hop" oder "No Quarter" sind  zum Beispiel echte Überraschungen. Es wär ein leichtes gewesen sich nur auf die handelsüblichen Kracher zu verlassen.

Auf ausufernde exzessive Soloeinlagen wurde verzichtet, jeder stellt sich in den Dienst der Songs und was an dem Mitschnitt wirklich positiv auffällt, großartiges Nachbessern und rumschnippeln hat man sich dankenswerterweise erspart.

Das sich Gitarrengroßmeister Page, beim Anfang von  "Whole Lotta Love" drei mal vergreift ist kaum zu überhören und hab ich mit großem Schmunzeln registriert. Es schmälert aber die Qualität in keinster Weise, insbesondere die überragenden Versionen von "Nobdody's Fault but mine", "No Quarter", "In my time of Dying" und "Kashmir"  allein sind schon das Geld wert.

Was an diesem Livemitschnitt deutlich wird, ist das Bauchgefühl und Anspruch zusammen gehen können, auch wenn es nur die wenigsten auf die Kette kriegen. Auch das man in Würde altern kann, trotzdem glaubwürdig bleiben und nicht zur eigenen Karikatur werden muss.

Persönlich bin ich der Meinung, sehr viel besser geht es wirklich nicht, oder wäre es nicht gegangen. Von daher ist es zwar schade, das dem Auftritt in London keine Tour gefolgt ist, aber so und nicht anders!!!  Sollte eine Band in Erinnerung bleiben, mit einer fulminanten Show, besser kann man einfach nicht abtreten und der "kleine" Jason hat einen ausgezeichneten Job als Vertretung von seinem Vater gemacht, auch wenn Er nie genau so klingen wird.

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Das einzige was ich ein bisschen bedaure ist das der von mir so geliebte "Immigrant Song" nicht gespielt wurde, aber man kann nicht alles haben. Die 20 Euro für DVD und Doppel CD waren jedenfalls gut investiertes Geld. :) 

Neues auf dem Plattenteller. ;)

P!NK "The truth about Love"

Mrs. Alicia Moore fand ich schon vom zweiten Album an richtig gut.

Die dem Riot Girl Genre entwachsene Jungmama erklärt uns die Wahrheit über die Liebe.   :-D 

Bzw was auch immer sie dafür hält!  :D Die Platte macht Spass, rockt und ist gut produziert. Wenn sie ein paar Ecken und Kanten mehr hätte, wäre das Teil noch besser, denn das Songmaterial stimmt definitiv. Meiner Meinung nach die beste P!NK seit dem überragenden "Try this!"  Man kann das Ding komplett durchhören. Ohne den Wunsch zu verspüren die Skiptaste zu betätigen.  Wieso "Are we all we are" nicht als Single ausgekoppelt wurde ist mir allerdings ein Rätsel, der Song ist catchy ohne Ende, groovt wie Sau, mit seinen Break Beats ein echter Brecher, die Chemical Brothers wären stolz drauf.

Steel Panther "Balls out"

Wer auf Bad Taste steht, humoriges Spinal Tap gut findet der wird hier bestens bedient. Eine so abstruse Parodie auf die Sleaze Rock Zeit, die auch handwerklich erstklassig gemacht ist, kam mir bisher nie unter, die beste Verarsche seit den legendären Spinal Tap

tongue

Songtitel wie "Supersonic Sex Machine", "Just like Tiger Woods", "17 Girls in a Row", "Weenie Ride", "Let me cum in" sind so dermaßen grenzdebil überzeichent, vor allem textlich, das man aus dem lachen gar nicht mehr raus kommt. Allerdings nicht geeignet um ein Schäferstündchen musikalisch zu untermalen, die Partnerin könnte sich dabei totlachen. laugh  Die vollbusige auf dem Plattencover, macht auch völlig unmissverständlich klar worum es bei der Kapelle primär geht.

Wer musikalisch mit Aerosmith Guns N Roses, Mötley Crüe  und abgefahrenem Humor viel anfangen kann, der wird aber absolut glücklich werden.

Tracy  Chapman  "Tracy Chapman"

Einer DER Klassiker der 80er Jahre schlecht hin, ich musste ihn endlich haben!!!  

wem sich die Schönheit von Songs wie "Fast Cars"  "Across the LInes" oder "Behind the Wall" nicht erschliesst, hat definitiv keine Seele. Kein einziger Ausfall und ganz großes zeitloses Tennis. smile  Pflichtveranstaltung im positivsten Sinne.

Ähk-toong-Bay-Bi

Tribute Alben sind ja immer eine extrem zwiespältige Sache, meistens Scheisse und so originell wie eine Dose Ölsardinen. Also nichts was man wirklich braucht.

Neulich bin ich allerdings,  über (Ăhk-to͝ong Ba͞y-bi)  

gestolpert. Die älteren unter uns mögen sich noch erinnern... tongue

es ist jetzt 20 Jahre her, das U2 mit "Achtung Baby" ihr bestes Album auf den Markt gebracht haben um sich damit von sich selbst zu befreien. wink

Aus heutiger Sicht wage ich mal zu behaupten, U2 wäre ohne diesen musikalische Geniestreich auf ewig eine Kapelle für die Sozialpädagogen geblieben. Sozusagen die PUR der internationaln Rocker. wink

However, zum 20sten Jahrestag dieser Scheibe haben sich verschiedene Künstler wie  "Nine Inch Nails", "Depeche Mode" "Snow Patrol",  der kongeniale Jack White (White Stripes) , "Garbage" und anderes Spitzenpersonal von der Insel und der Nordamerikanischen Filiale zusammen getan um ihre eigenen Interpretationen von  Songs dieses Albums aufzunehmen.

Das Ergebnis, empfinde zumindest ich als phänomenal. Abgesehen von Bono's eigenem, total verhunzten Beitrag "Even better than the Real thing",  ist da absolut kein Rohrkrepierer dabei.

Der Opener von "Zoostation" interpretiert von Nine Inch Nails ist einfach nur genial umgesetzt, Trent Reznor ist nich umsonst einer der absoluten Könner seines Faches. smile

Die von Singer Songwriter Damien Rice  gesungene Version von  "One" trifft den Geist des Songs hundertprozentig.Sehr sehr gelungen. 

Indie Ikone und Springsteen Busenfreundin Patti Smith, durfte sich an "Until the End of the World" versuchen, die Interpretation ist mindestens so eigen wie Patti Smith selbst. Aber ich finde es klasse.

"Who's gonna ride your wild horses" finde ich einfach nur herzzereissend gesungen und gespielt, wie sagen sie in UK so schön... "really Haunting" .


Gelungen finde ich auch Depeche Mode's Version von  "So Cruel" Dave Gahan singt den Song besser als Bono im Original und der Depeche Mode typische Sound steht dem Song gut.

Ich könnte jetzt jeden einzelnen Song anpreisen, aber ich kann die Scheibe nur als Gesamtkunstwerk jedem ans Herz legen. Was die Schotten von Glasvegas, The Killers, Snow Patrol und Jack White so verbrechen ist nämlich ganz ganz großes Tennis und ich finde in großen Teilen steht es den Originalen in nichts nach, wenn man sich drauf einlässt.

Die Platte zeigt auch was für starke Songs U2 damals mit Brian Eno geschrieben haben, sie haben den Test der Zeit überstanden und diese Platte würdigt das perfekt.

In diesem speziellen Falle gilt wirklich BUYor DIE.

Leider hat das ganze einen großen Wermutstropfen, dieses wirklich überragende Werk lässt sich leider nur im iTunes Shop käuflich, oder über das Q Magazine erstehen. normal

So und jetzt sing ich noch mal bei "Ultraviolet Love" voller Inbrunst mit. smile

Van Halen "A different kind of Truth"

Ja ich weiss es ist ne extrem zwiespältige Sache... das erste Van Halen Album mit Diamond Dave seit 1984. Eigentlich dürfte man annehmen das alle bösen Klischees über gealterte und unkreative Rockstars greifen, die noch mal Kohle verdienen wollen  um die Rente zu sichern.

Aber ich kann Euch sagen alle dieser sonst oftmals zutreffenden Sprüche sind in diesem Falle voll für den Eimer!

Seit letztem Wochenende rotiert der Silberling ... und obwohl ich Sammy Hagar wirklich vermisse, der meiner Meinung nach einfach der bessere Van Halen Sänger war,  kann ich guten Gewissens sagen "A different kind of Truth" ist die beste Van Halen seit dem grandiosen "F.or U.nlawful C.arnal K.nowledge" Album und besser als "Diver down" sowieso, die nachweislich scheisse ist. laugh

Gitarren Großmeister Eddie hat nichts verlernt, ich find Er ist eher noch besser geworden, absolut hörenswert.

das einzige was ich tierisch vermisse sind die Background Vocals von Michael Anthony, es fällt doch sehr auf, das Er nicht mehr dabei ist. David Lee Roth kann immer noch nicht singen und sabbelt mehr als das Er wirklich mal singt.

Die Scheibe macht einfach Spass und ist ein Hörgenuss... mit jedem Durchlauf entdeckt man ein paar neue Details. Was der Scheibe vielleicht noch fehlt ist der ultimative Knallersong, der gleich hängenbleibt. Für unsere handelsüblichen Formatradios, glaube ich, ist es zu schwere Kost.

Auch unübliches wie der als Akkustik Nummer beginnende Fun Song, "Stay Frosty" haben unerhöhrten Charme. Wen juckt es da dann noch, das einiges von dem Song Material so klingt, als wäre es Ende der 70er entstanden.

Was man dem Album einfach überdeutlich anhört, ist das Eddie Van Halen immer noch das Mass aller Dinge im Geschäft ist, sowohl als Lead, als auch als Rhytmus Gitarrist. Der Mann ist immer noch stilbildend und ich red nicht nur vom Fingertapping. Die Riffs die der Mann so raushaut, sind immer noch grandios, weil sie ei allem technischen Anspruch immer noch die Magengegend erreichen.

Was man auch sehr gekonnt vermieden hat, war sich selbst zu kopieren, ein recyceltes Panama, Dance the night away, Jump,  Aint Talkin bout Love, Poundcake, Right Now,  oder andere Großtaten find man hier nicht. Aber ich denke im Liveset wird so mancher Song dieses Albums gut reinpassen, insbesondere der Song "You and your Blues".

Der große Wehrmutstropfen ist  in meinen Augen die Produktion, ich hab den Eindruck das man es konkret drauf angelegt für MP3 Spieler zu komprimieren, was den Hörgenuss auf einer Stereoanlage doch mindert. Aber das ist heute ja ein weit verbreitete Krankheit.

In jedem Fall ist dieses Album eines ehr schöne Begegnung mit lebenden Legenden, ich war ja sehr sehr skeptisch und wusste nicht, ob ich mich wirklich über ein neues Van Halen freuen sollte. Aber meine Zweifel wurden alle zerstreut.  Das David Lee Roth nach "Eat em and Smile" noch mal was auf die Kette bringt hätte ich niemals gedacht.

Noel Gallaghers Solo Album subjektiver Eindruck

Es ist ja wohl an keinem vorbeigegangen das sich "Manchesters finest" aka die Prolls von  Oasis  vor einige Zeit aufgelöst haben, insbesondere weil die Gallagher Brüder sich anscheinend nicht mehr riechen konnten. Was auch immer. wink

Der kleine firmiert mittlerweile unter Beady Eye und der  große unter Noel Gallagher and the "High flying Birds"

Unlängst ist also das Werk des großen Gallagher Bruders bei mir aufgeschlagen.

Nun hat auch Noel Gallagher das Rad nicht neu erfunden. Das Schlagzeug klingt immer noch nach Kinks Rhytmen, seine Stimme ist immer noch kein filigranes Organ, mit dem man echte Sangesgrößen in Grund und Boden singen kann. Darauf kam es  bei Oasis aber auch nie an.

Sie waren die perfekte Melange aus Beatles, Kinks und The WHO, zumindest drei Alben lange. wink

In jedem Fall überrascht Noel mit Blässersätzen und angejazztem wo man es so nicht erwarten würde.

Wer glaubt das Noel auf Hymnen verzichten würde, ist natürlich falsch gewickelt, seine Trademarks gibt der Mann  nicht auf. Die Kundschaft erwartet sowas natürlich. smile

Ein zweites "Don't look back in Anger", "Live forever", "Acquiesce" oder "Champagne Supernova" findet sich zwar nicht auf dem Album, aber es ist eine extrem homogene Platte die sich unfallfrei von vorne bis hinten durch hören lässt, ohne die SKIP Taste zu suchen.

Meiner persönlichen Meinung nach das beste was aus dem Hause Gallagher seit "Be Here now" verbrochen wurde und das   kam 1997 raus.

Mittlerweile hab ich feststellen können, das die Scheibe mit jedem Durchlauf wächst, es sind die kleinen aber feinen Details die sich von den letzten drei Oasis Platten abheben. Ganz klarer Pflichtkauf, deswegen auch keine Trackempfehlung zum reinhören, das Werk funktioniert als Album.

Solche Klasse hätte ich mir jedenfalls auf "Standing on the Shoulder of Giants" oder "Heathen Chemistry" durchgängig gewünscht. Ich hab eher den Eindruck der Silberling ist genau das geworden, was man sich als geneigter Fan von  "Dont believe the Truth" erhofft hatte, das aber nachweisslich einfach Scheisse und uninspiriert war, nix was die Welt wirklich brauchte.

Ganz klar Mein Album des Jahres!

Neues auf dem Plattenteller

Aerosmith "Get a grip"

 Vielleicht die beste und rundeste Aerosmith Platte, noch vor der Pump und den 70er Jahre Alben.

Unverschämt gut arrangiert und produziert, ein Steven Tyler der sich die Seele aus dem Leibe singt, exotische Instrumente fuer eine Rockband, wie Hackbrett, Mandoline und Sitar, Bläser die aber immer songdientlich eingebunden werden und kein einzig schwacher Song.

Herausstechend ist wahrscheinlich das von Joe Perry gesungene "Walk on Down". Hier zeigt die Luftschmiede noch mal ihr ganzes Können. Abgesehen von Zeppelin wahrscheinlich die einzige Rockband, die schwarze Musik je richtig verstanden hat.

Lenny Kravitz sollte mal Nachhilfe bei der Luftschmiede nehmen. wink

John Williams "Jaws Collectors Edition"

dun, dun,  dun-dun-dunn, dun-dun-dun,  John Williams erstes  großes Flick Theme machte Spielberg zum Regiegiganten, der Film wäre ohne den grandiosen Soundtrack nicht halb so gut und Spielberg wahrscheinlich in der New Hollywood Versenkung verschwunden, bevor seine Karriere richtig angefangen hätte. wink

Absolut großartiger Soundrack, sollte in jedem Schrank stehen, genau wie die anderen John Williams Großwerke. wink

John Williams - "Jaws II"

Stolz wie bolle bin ich ja das ich dieses schon lange als "Out of Print" abgehakte Soundtrack Juwel, aufgetrieben habe. Billig war es jedenfalls nicht, aber den Aufwand war es wert. Kann ich nur jedem empfehlen, unterscheidet sich vom Soundtrack des ersten Teiles, durch seine lebensfrohen und mit großer Leichtigkeit orchestrierten Passagen. Eine wahre Freude zu zu hören, wie der Meister das Leben feiert. smile

Dire Straits - "Alchemy"

Zusammen mit Deep Purple's "Live in Japan" wohl eines der ultimativen Live Alben. Aber nicht zu vergleichen mit dem DP Geniestreich, hier wird keine Note zu viel gespielt und konsequent auf die kleinen Hoehepunkte zugearbeitet. Sehr sehr gekonnt.Virtusoität muss nicht zwangsläufig selbstverliebtes Gitarrengewichse sein. Knopfler und Anhang zeigen wie es songdienlich geht. smile

Guns N Roses  "Use your Illusion I und II"

Gott ist es wirklich schon 20 Jahre her seit die Alben erschienen sind???? eek

Mir kommt die Zeit gar nicht so lange vor?

Tja ein Zeugnis dafür was für ein alter Sack ich doch geworden bin. tongue

Bis auf ein paar beschissene Ausfälle wie "My World" oder "Double Talkin Jive" ein, wenn nicht das Monument über 90er jahre Rockmusik. Gigantomanie pur und das in jeder Hinsicht. Man kann echt alle bemitleiden die diese höchst umstrittene Kapelle nicht mehr live erlebt haben, oder zu spät geboren wurden. laugh

In der Hinsicht kann ich nur meinen Erzeugern danken, das sie den Job rechtzeitig erledigt haben. cool